Schreiben Sie uns

Tel.: (02271) 9 26 98
Fax: (02271) 98 01 75
E-Mail: dr.wefers@t-online.de



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.

Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:

Captcha - nicht lesbar? Klicken Sie auf das Bild
Bitte die Zeichen des Bildes eintragen*

Öffnungszeiten
Mo - Di: 08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Mi: 07:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Do: 08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 20:00 Uhr
Fr: 07:30 - 13:00 Uhr

Gesundheitsnews



Mit Ernährung gegen Karies - Wie sich unsere Zähne gesund durch das Leben essen
Mit Ernährung gegen Karies - Wie sich unsere Zähne gesund durch das Leben essen


Die Informationsstelle für Kariesprophylaxe hebt anlässlich des diesjährigen Mottos zum Tag der Zahngesundheit am 25. September „Gesund beginnt im Mund – Mahlzeit“ die Bedeutung einer zahngesunden Ernährung hervor. Welche Lebensmittel sind gut für die Zähne? Wie kann fluoridiertes Speisesalz bei der Kariesvorbeugung helfen?

Schokolade, Kuchen, Softdrinks, und Co. – alles Leckereien, von denen viele wissen, dass sie eine Menge Zucker enthalten. Dennoch wird oft beherzt zugegriffen, obwohl das die Entstehung von Karies begünstigt. Die Zähne müssen also geschützt werden! Dabei helfen die vier Säulen der Kariesprophylaxe: Zahngesunde Ernährung, gewissenhafte Zahnpflege, stärkende Fluoride und zahnärztliche Vorsorge.

Bissfest und gesund soll es sein

„Unsere Zähne freuen sich über Lebensmittel, die zuckerarm sind und wenig Säure enthalten“, erklärt Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) und Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Daher sollten möglichst häufig Vollkornbrot, Getreidegerichte, Obst, Salate und Rohkost auf den Tisch kommen. Sind die Speisen zudem bissfest, sorgt das Kauen für eine Anregung des Speichelflusses – Essensreste werden abtransportiert, gefährliche Säuren neutralisiert. Um den Zahnschmelz, der selbst zum großen Teil aus Kalzium-Phosphaten besteht, von Anfang an widerstandsfähiger zu machen, hilft eine ausreichende Zufuhr von Kalzium. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt diese bei 1.000 Milligramm pro Tag für Erwachsene. Daher sollten auch Milch und Milchprodukte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. „Auf stark zuckerhaltige Lebensmittel sollte dagegen möglichst verzichtet werden. Insbesondere klebrige Süßigkeiten sind tückisch. Denn diese bleiben lange an den Zähnen haften, sodass Plaque entsteht und die Bakterien im Zahnbelag genug Zeit haben, den Zucker in schädliche Säure umzuwandeln. Diese greift dann den Zahnschmelz an und ermöglicht die Kariesbildung“, warnt Zimmer. Tipp: Orientierung, welche Produkte zuckerfrei und zahnfreundlich sind, bietet das Zahnmännchensymbol.

Immer gut spülen

Werden säurehaltige Getränke wie Softdrinks, Fruchtsäfte oder Sportlergetränke verzehrt, sollten diese am besten in großen Schlucken getrunken werden. Dadurch ist der Kontakt zwischen Säure und Zahn kürzer. Ebenso kann nach süßen und sauren Speisen ein Schluck Wasser sowie das Ausspülen des Mundes bei der Neutralisierung helfen. Einige Länder setzen zusätzlich auf eine Trinkwasserfluoridierung, da das Spurenelement ein wichtiger Bestandteil der Kariesprophylaxe ist. Es macht die Zähne widerstandsfähiger gegen die Säureattacken und hilft sogar dabei, den Zahnschmelz zu regenerieren. In Deutschland verbietet das Lebensmittelrecht diese Anreicherung. In der EU sowie in den meisten Regionen Deutschlands liegt die Fluoridkonzentration im Leitungswasser unter 0,3 mg Fluorid/l. Mineralwasser unterscheiden sich je nach Region. Hier gilt ein europaweiter Grenzwert von 5 mg/l. Insgesamt nimmt der Europäer über Wasser und Getränke auf Wasserbasis jedoch nur 0,13 mg Fluorid pro Tag auf.1,2 Teetrinker nehmen mehr zu sich. Ein Liter schwarzer oder grüner Tee liefert im Durchschnitt 1-2 mg Fluorid.3

Fluorid zur Kariesprophylaxe

Auch in Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Vollkorn- und Milchprodukten lassen sich Spuren von Fluorid finden. Wer als Erwachsener täglich zwischen 3,1 bis 3,8 mg Fluorid aufnimmt, erreicht laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine angemessene Zufuhr.2 Professor Zimmer aber weiß: „Über die Nahrung nehmen die Menschen hierzulande nur rund 15 bis 20 Prozent des für den Zahnschutz notwendigen Fluoridbedarfs auf. Durch den Einsatz von fluoridiertem Speisesalz kann die Zufuhr ganz einfach erhöht werden. Die karieshemmende Wirksamkeit von Fluoridsalz ist in zahlreichen Studien belegt. Das Fluorid wirkt direkt an der Zahnoberfläche und schützt so den Zahnschmelz vor Säuren. Und die Wirkung hält an: Auch nach 30 bis 120 Minuten ist die Fluoridkonzentration im Speichel noch erhöht.“ Das ist allerdings kein Freifahrtschein zum Zusalzen. Um sich weiterhin salzarm zu ernähren, sollte beim Kochen im Haushalt gelten: Wenn Salz, dann Jodsalz mit Fluorid.

Ist Fluorid gefährlich?

Immer wieder kommen Bedenken hinsichtlich der Verwendung und Dosierung von Fluorid auf, da dem Spurenelement ein möglicherweise nervenschädigender Effekt unterstellt wird. Eine aktuelle Untersuchung des Leibniz-Instituts an der TU Dortmund hat dazu eine Vielzahl an Studien untersucht, das Fazit: „Bei der aktuellen Fluoridexposition in Europa besteht kein Anlass zur Besorgnis.“2 Professor Zimmer erklärt: „Die Gefahr einer Überdosierung besteht nur, wenn zu viele Fluoridquellen falsch miteinander kombiniert werden. Bei Erwachsenen kommt das in der Regel nicht vor. Nutzen Kinder jedoch beispielsweise gleichzeitig fluoridierte Zahnpasten, Speisesalz und Fluoridtabletten, kann sich bis zum sechsten Lebensjahr eine Fluorose bilden – die weißen Schmelzflecken sind jedoch harmlos und lediglich ein ästhetisches Problem.“ Bei Kindern ist deshalb wichtig: Neben fluoridierter Zahnpasta (1.000 ppm, je nach Alter in Reiskorn oder Erbsengröße) und der Fluoridlackprophylaxe beim Zahnarzt entweder Fluoridtabletten ODER fluoridiertes Speisesalz nutzen.

[i] Noch Fragen offen?

Verbraucher können sich bei Fragen zur Kariesvorbeugung telefonisch unter 069/2470-6822 oder via E-Mail daz@kariesvorbeugung.de an die Informationsstelle für Kariesprophylaxe wenden.


Mundspülungen könnten Corona-Übertragungsrisiko senken
Mundspülungen könnten Corona-Übertragungsrisiko senken


Mundspülungen eignen sich jedoch nicht, um eine Covid-19-Infektion zu behandeln oder um sich selbst vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen.

Sars-Cov-2-Viren lassen sich mit bestimmten handelsüblichen Mundspülungen inaktivieren. Das zeigten Virologinnen und Virologen der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen aus Jena, Ulm, Duisburg-Essen, Nürnberg und Bremen in Zellkulturexperimenten. Im Mund-Rachenraum von Covid-19-Patienten können zum Teil hohe Viruslasten nachgewiesen werden. Die Anwendung von Sars-Cov-2-wirksamen Mundspülungen könnte somit helfen, kurzzeitig die Viruslast und damit eventuell das Risiko einer Übertragung der Coronaviren zu senken. Dies könnte beispielsweise vor zahnärztlichen Behandlungen nützlich sein.

Mundspülungen eignen sich jedoch nicht, um eine Covid-19-Infektion zu behandeln oder um sich selbst vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen.

Die Ergebnisse der Studie beschreibt das Team um Toni Meister, Prof. Dr. Stephanie Pfänder und Prof. Dr. Eike Steinmann aus der Bochumer Forschungsgruppe Molekulare und Medizinische Virologie im Journal of Infectious Diseases, online veröffentlicht am 29. Juli 2020. Eine Überprüfung der Laborergebnisse in klinischen Studien steht noch aus.

Acht Mundspülungen im Zellkulturtest

Die Forscherinnen und Forscher testeten acht Mundspülungen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die in Apotheken oder Drogeriemärkten in Deutschland erhältlich sind. Sie mischten jeweils die Mundspülung mit Viruspartikeln und einer Belastungssubstanz, die den Effekt des Speichels im Mund nachstellen sollte. Das Gemisch wurde dann für 30 Sekunden geschüttelt, um den Effekt des Gurgelns zu simulieren. Anschließend nutzten sie zur Bestimmung des Virustiters Vero-E6-Zellen, welche besonders empfänglich für Sars-Cov-2 sind. Zur Bewertung der Wirksamkeit behandelten die Forscherinnen und Forscher die eingesetzten Virussuspensionen vor Zugabe auf die Zellkultur parallel mit Zellkulturmedium anstatt Mundspülung.

Alle getesteten Präparate reduzierten den initialen Virustiter. Drei Mundspülungen verringerten ihn so weit, dass nach 30 Sekunden Einwirkung kein Virus mehr zu detektieren war. Ob dieser Effekt sich in der klinischen Praxis bestätigt und wie lange er anhält, muss in weiteren Studien untersucht werden.

Die Autorinnen und Autoren weisen darauf hin, dass Mundspülungen nicht zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen geeignet sind. „Das Gurgeln mit einer Mundspülung kann nicht die Produktion der Viren in den Zellen hemmen“, erklärt Toni Meister, „könnte aber die Viruslast kurzfristig dort senken, wo das größte Ansteckungspotenzial herkommt, nämlich im Mund-Rachen-Raum – und das könnte in bestimmten Situationen wie beim Zahnarzt oder der medizinischen Versorgung von Covid-19-Patienten nützlich sein.“

Klinische Studien in Arbeit

Die Bochumer Gruppe prüft die Möglichkeiten einer klinischen Studie zur Wirksamkeit von Mundspülungen auf Sars-Cov-2-Viren, in der die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler testen wollen, ob der Effekt auch bei Patienten nachweisbar ist und wie lange er anhält. Ähnliche Arbeiten laufen bereits in San Francisco; das Bochumer Team steht mit den US-amerikanischen Forscherinnen und Forschern dazu in Kontakt.

Förderung

Die Arbeiten wurden gefördert von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon-2020-Programms (Grantnummer 101003555) sowie von der Stiftung Universitätsmedizin Essen.


Heilmittel-Richtlinie
Heilmittel-Richtlinie


Terminverschiebung auf 1.1.2021

Das Inkrafttreten der überarbeiteten Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte wird um ein Quartal verschoben: Neuer Stichtag ist der 1. Januar 2021. Das gab der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nach seinem Beschluss am 3. September 2020 bekannt. Ursprünglich war das Inkrafttreten der Heilmittel-Richtlinie und der Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte für den 1. Oktober 2020 geplant.

Der G-BA reagierte mit seinem Beschluss auf einen Antrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Bisher hätten nur wenige Anbieter das notwendige Zertifizierungsverfahren für die entsprechend angepasste Praxisverwaltungssoftware durchlaufen. Die KBV befürchtete, dass am 1. Oktober 2020 die notwendige Aktualisierung der jeweiligen Praxisverwaltungssoftware nicht flächendeckend zur Verfügung stehen würde. Durch eine veraltete Praxissoftware würden fehlerhafte Heilmittelverordnungen ausgestellt, was wiederum zu einem erhöhten Prüfaufwand bei den Heilmittelerbringern führe. Eine ordnungsgemäße Umsetzung der neuen Vorgaben wäre somit nicht sichergestellt. Um die Neuerungen in der Heilmittelversorgung trotz der Verzögerung in der vertragsärztlichen Versorgung einheitlich zu etablieren, verschob der G-BA als Folgebeschluss auch das Inkrafttreten der überarbeitetem Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte auf den 1. Januar 2021.

Übergang von der „alten“ zur „neuen“ Heilmittelverordnung Nach Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) im Mai 2019 hatte der G-BA die Heilmittel-Richtlinie sowie die Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte an die gesetzlichen Änderungen angepasst: Zu den wichtigsten Punkten zählt die Einführung einer „orientierenden Behandlungsmenge“. Dies bedeutet, dass die im Heilmittelkatalog angegebene Höchstmenge an Behandlungseinheiten bei der zahnärztlichen oder ärztlichen Verordnung nur noch als Orientierung gilt. Sofern medizinisch erforderlich, können weitere Einheiten verordnet werden, auch ohne vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse. Neben gesetzlich notwendigen Anpassungen verlängerte der G-BA zudem die Gültigkeit von Heilmittelverordnungen von 14 auf 28 Tage. Die im September 2019 beschlossene Reform der Heilmittelversorgung sollte zum Stichtag 1. Oktober 2020 in Kraft treten. Ziel der einjährigen Vorlaufzeit war es, einen reibungslosen Übergang von der „alten“ zur „neuen“ Heilmittel-Richtlinie zu gewährleisten. Auswertungen der KBV mit Stand August hatte gezeigt, dass nur wenige Hersteller vollständig für den Start zum 1. Oktober vorbereitet waren. Für rund ein Viertel der Softwareprodukte, für die eine Zertifizierung angekündigt waren, hatten die Hersteller noch keine Unterlagen eingereicht.

Die Beschlüsse zur Terminverschiebung  treten nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.


Bewertung wird geladen...
Implantologen
in Bergheim